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Modellvorhaben „Integrierte Berufsorientierung“

Diese Unterseite wurde zuletzt am 04.04.2018 aktualisiert.

Modellvorhaben „Integrierte Berufsorientierung“

Ausgangsposition für dieses Modellvorhaben stellt das, im Zusammenwirken des Kultusministeriums mit vielen Partnern erstellte, „Landeskonzept für den Übergang von der Schule in den Beruf vom 24. Mai 2014“ mit den Leitlinien für die weitere Ausgestaltung der Berufs- und Studienorientierung dar. Es wurde empfohlen, die Berufs- und Studienorientierung in allen Schulen als einen standardisierten einheitlichen Prozess stärker zu systematisieren und dauerhaft verlässlich auf der Grundlage von Qualitätsstandards umzusetzen und Informatik und Medienkunde als eigenständiges Unterrichtsfach zu etablieren. Dem Fach Arbeit-Wirtschaft-Technik kommt in diesem Prozess eine zentrale Bedeutung zu, da es schon in der Vergangenheit Betriebspraktika und andere gezielte berufsorientierende Maßnahmen im Rahmen des Unterrichts betreute. Nach Ansicht des damaligen Kultusministers Matthias Brodkorb, der wesentlichen Anteil am zustande kommen des Modellvorhabens hatte, ergeben sich aus den Leitlinien des Landeskonzeptes folgende Fragen:
  1. Welche inhaltliche und strukturelle Weiterentwicklung der Berufs- und Studienorientierung ist mit Blick auf die aktuellen Anforderungen der Arbeitswelt erforderlich und wie kann dabei das Unterrichtsfach Arbeit-Wirtschaft-Technik und Informatik sowie der Wahlpflichtbereich genutzt werden?
  2. Wie kann es im gymnasialen Bildungsgang gelingen, Jugendliche ohne Studienabsicht besser auf die Berufswahl vorzubereiten?
  3. Wie kann ein eigenständiges Unterrichtsfach „Informatik und Medienkunde“ im Rahmen der Kontingentstundentafel zeitgemäß ausgestattet werden?
  4. Welche schulischen Angebote zur Berufsorientierung sind auf der Grundlage der Strategie der Landesregierung zur Umsetzung der Inklusion im Bildungssystem in Mecklenburg-Vorpommern für die Förderung von Schülerinnen und Schülern mit Behinderungen zu unterbreiten?
Im Rahmen eines dreijährigen Modellvorhabens sollen, unter Einbeziehung des reichhaltigen Erfahrungsschatzes von ca. 20 Schulen, konkrete Umsetzungsformen für die Weiterentwicklung der Berufs- und Studienorientierung erarbeitet und erprobt werden. Begleitet werden die Modellschulen dabei durch das Institut für Qualitätsentwicklung M-V, das Zentrum für Lehrerbildung und Bildungsforschung der Universität Rostock und die Schulaufsicht des Ministeriums für Bildung, Wissenschaft und Kultur. Das Ernst-Moritz-Arndt-Gymnasium Bergen ist von Beginn an als Modellschule innerhalb des Modellvorhabens vertreten. In unterschiedlichen Klassenstufen werden derzeit in den Fächern Arbeit-Wirtschaft-Technik sowie Informatik und Medienkunde Erprobungsfassungen neuer Rahmenrichtlinien angewendet, deren jeweiliger Erfolg überprüft und entsprechende Erfahrungen zusammengetragen.

Durchführung des AWT-Unterrichts mit Beginn des Modellprojekts „Integrierte Berufsbildung“

Klasse 7 (eine Wochenstunde/Modellversuch)
  • Auftrag an alle Schülerinnen und Schüler der 7. Klassen: Anlegen eines Ordners „Berufs- und Studienorientierung“ (mittlere Rückenstärke) für die folgende Schulzeit mit vorgegebenem Register und individueller Gestaltung
  • Beginn des Schuljahres nach „Erprobungsfassung“ (ähnlich dem gültigen Lehrplan Klasse 8, aber etwas abgespeckt)
  • Phase „berufliches Selbstkonzept/Selbsterkundung“ wird vorbereitet und im laufenden Schuljahr als Einheit eingeschoben
  • Hefte zum Thema: „Bewerbung“ bestellt und ausgegeben (können in die Hefter eingeordnet werden)

Klasse 8 (zwei Wochenstunden)
  • wie gehabt, nach gültigem Lehrplan
  • Möglichkeit der Potentialanalyse sollte bereits genutzt werde, da im folgenden Schuljahr Einbindung in den Modellversuch erfolgt und entsprechende Erfahrungen für die Schülerinnen und Schüler sinnvoll sind
  • Gleiches gilt für das Anlegen des Ordners „Berufs- und Studienorientierung“

Klasse 9 (eine Wochenstunde/Modellversuch)
  • Einbindung des Betriebspraktikums in den Bereich der Berufsorientierung („berufliches Selbstkonzept/Berufs- und Studienfelder“)
  • Materialien dazu werden zeitnah vorbereitet und können dann ausgegeben werden mit Einweisung durch den AWT-Lehrer (Hinweis Austestung von eigenen Potentialen)
  • Unterricht siehe „Erprobungsfassung“ (viele Übereinstimmungen mit gültigem Lehrplan Klasse 9)
  • bestimmte Maßnahmen (Einbindung Arbeitsamt usw.) müssen werden geplant
  • Elternversammlung für alle Eltern (Arbeitsagentur)
  • Eventuell Besuch Marinestützpunkt „Hohe Düne“ im Frühjahr
  • Anlegen Ordner siehe oben!
  • Hefte zum Thema: „Duales Studium“ bestellt und ausgegeben (können in die Hefter eingeordnet werden)

Klasse 10 (zwei Wochenstunden)
  • wie gehabt, nach gültigem Lehrplan
  • Bewertung des fertigen Praktikumsbericht Klasse 9
  • Ausgabe der Materialien für Betriebspraktikum 10 (Praktikumsbericht bleibt weiterhin Klausur Klasse 10)

aktualisiert: 31.03.18
Stephan Kliche